Rayhan Ahmed1; Md. Mehedi Hasan2; Kazi Selim Anwar3; PK Rajesh4; Gokul Shankar Sabesan 5*
Staphylococcus aureus ist einer der häufig isolierten menschlichen Krankheitserreger, der für verschiedene Infektionen verantwortlich ist, darunter auch Lungenentzündung im Kindesalter. S. aureus entwickelt häufig Resistenzen gegen Penicillin, Cefoxitin, Aminoglykoside, Cephalosporine und/oder β-Lactame, wird aber als „MRSA“ bezeichnet, wenn er resistent gegen Oxacillin und/oder Methicillin wird. S. aureus verursacht verschiedenen Studien zufolge bei 7-44 % malaysischer Kinder Lungenentzündungen, aber insbesondere MRSA ist für 3-5 % der ambulant erworbenen Lungenentzündungen (CAP) weltweit verantwortlich, darunter auch Malaysia. Da Berichte zur molekularen Epidemiologie von MRSA bei malaysischen Kindern nach wie vor rar sind, verglich diese Studie bakteriologische, biochemische und molekulare Analysen von MRSA und MSSA (Methicillin-empfindlicher S. aureus), die aus Nasopharynxabstrichen (NPS) von Kindern mit Lungenentzündung isoliert wurden. Insgesamt wurden 220 zufällig ausgewählte Kinder unter 5 Jahren untersucht, die in zwei Krankenhäusern in Kedah, Malaysia, eingeliefert wurden. Mit schriftlicher Einwilligung der Mutter/des Vormunds wurden NPS auf Mannitol-Salz- und Blutagarplatten kultiviert. Nach nächtlicher aerober Inkubation (35-37 °C) wurden die Koloniemorphologien untersucht und Gram-gefärbte und biochemische (positive Katalase und Koagulase sowie CHO-Fermentation) Identifizierungen aufgezeichnet. Die antimikrobielle Empfindlichkeit (AST) wurde mit AMC20, CRO30, CIP5, E15, CN10, OX1, S10, TE30 und VA30 getestet und MRSA-Stämme wurden anhand der Oxacillin-Resistenz nachgewiesen. Die klinische Diagnose (durch Kinderärzte) ergab, dass 76 % der hospitalisierten Kinder Lungenerkrankungen aufwiesen. Phänotypisch wurde S. aureus aus NPS von 32,6 % pneumonischer Kinder isoliert, von denen 39,4 % als MRSA identifiziert wurden. Für die genotypische Analyse wurde PCR unter Verwendung von zwei spezifischen Primern durchgeführt: femA (S. aureus) und mecA (MRSA), und die Bandengröße wurde mithilfe einer Agarose-Gelelektrophorese bestimmt. Laborbefunde weisen auf eine geringere MRSA-Prävalenz bei genotypischer (32 %) Identifizierung hin als bei phänotypischer (39 %) Identifizierung. Außer bei der molekularen Methode waren keine Unterschiede zwischen den phänotypischen Methoden für MRSA und MSSA erkennbar (p<0,00). Es wurden signifikante Unterschiede zwischen Lungenentzündung und MRSA/MSSA (p<0,04) und mit femA/mecA (p<0,00) beobachtet. Diese Beobachtungen zu S. aureus im Nasopharynx weisen darauf hin, dass MSSA neben MRSA in geringem Umfang auch eine wichtige Rolle als mögliche Ursache für andere Lungenentzündungen im Kindesalter spielen können. Die vorliegende Studie erfordert dringend detailliertere molekular-epidemiologische Forschung, in der die Rolle von MSSA und MRSA verglichen wird, um ihre genetische Vielfalt im Zusammenhang mit der Entstehung von Lungenentzündungen im Kindesalter aufzuklären.